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Mittwoch, 9. Mai 2012

Warum ist Artenvielfalt so wichtig?

Wiese, blühende Wiese
Eine blühende Wiese ist gut
für die heimische Artenvielfalt
Bild: Cornerstone / pixelio.de 
Oftmals steht man ratlos da, wenn man gefragt wird, wieso eine Artenvielfalt eigentlich notwendig ist oder ob nicht ein paar Arten (Zecken ...) überflüssig sind. Eine richtige Antwort darauf ist schwer zu finden.

In unserem sehr oft gelesenen Beitrag "Warum Umweltschutz wichtig ist" versuchen wir ja schon gezielt darauf einzugehen. Neulich bin ich jedoch auf einen interessanten Artikel gestoßen, in der eine Studie vorgestellt wurde, die beweist, dass eine höhere Artenvielfalt direkten Einfluss auf die Produktivität von Pflanzen hat.
Eine Pflanze muss in der Regel bestäubt werden, damit sie Früchte trägt bzw. blüht und sich so vermehren kann.
Dazu würde ja theoretisch eine einzige Bienenart langen, die genau diese Aufgabe übernimmt.
Theoretisch, praktisch ist das aber nicht der Fall.

Der Wegfall von einer Art kann in den meisten Fällen aufgefangen werden, nimmt das ganze aber größere Ausmaße an, wird es schon kritisch. Aus den Ergebnissen von 192 Studien kommen Wissenschaftler zu dem Resümee, dass beim Wegfall von mind. 21% der Arten die Folgen für das Pflanzenwachstum ähnlich hoch wäre, wie die des Klimawandels oder des Ozonlochs.
Bei über 40% Artenverlust würden die Schäden einer Giftmülldeponie mitten im Wald gleichkommen. Warum das so ist, lässt sich leicht erklären.

Auf den ersten Blick erfüllen Bestäuber wie Bienen, Hummeln, Schmetterlinge und Co. die selbe Aufgabe: Blüten bestäuben. Auf den zweiten Blick erkennt man, dass die verschiedenen Arten auch verschiedene Pflanzen lieber anfliegen. Sei es, dass Hummeln lieber tiefliegende Pflanzen anfliegen und Schmetterlinge eher eine andere Pflanzenfarbe mögen. Der Grund ist egal, aber so herrscht eine Harmonie der Bestäubung.

Auch für Tiere, die hauptsächlich zur Ernährung für Nutztiere existieren ist eine Artenvielfalt wichtig, damit u.a bei kurzfristigen oder langfristigen Wegfall (z.B durch eine Epidemie) einer Art nicht die Nutztierart auch aussterben muss.

Der Wegfall einer Art kann hierbei eine regelrechte Lawine auslösen. Verschwindet beispielsweise der Klee auf einer Wiese, hat das direkte Folgen für Rüsselkäfer, die sich von Klee ernähren. Schlupfwesben, die sich von Rüsselkäfer ernähren finden derweil keine Nahrung mehr und so bleiben auch Vögel der Wiese fern. Diese Vögel fehlen dann wiederum zum Sähen neuer Pflanzen durch ihre Ausscheidungen.

Auch ist eine hohe Biodiversität immer besser als eine Monokultur. So können sich Organismen auf kleinste Veränderungen viel besser einstellen und sich gegebenenfalls gegenseitig unterstützen bzw. den Ausfall einer Art (kurzfristig) auffangen.


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2 Kommentare:

Tim hat gesagt…

Ihr müsstet mal wieder einen neuen Artikel machen, damit die Webseite nicht einschläft, der letzte war ja am 10. Mai. Jetzt aber erstmal zum Thema: Artenvielfalt halte ich persönlich enorm wichtig, das komplette Ökosystem hängt einfach zusammen. Wenn zum Beispiel in bestimmten Regionen eine Tierart wegsterben würde, würde es zu einem Massensterben kommen. Ähnlich verhält es sich mit bestimmten Pflanze, diesbezüglich finde ich den Artikel richtig gut gemacht und auch sehr wichtig. Danke sehr!

Otto hat gesagt…

Die Bedeutung der Artenvielfalt für das ökologische System wurde ja schon angesprochen.

Es gibt noch ein ganz anderes Argument: Artenvielfalt bedeutet Schönheit. Unsere Welt ist wunderschön, weil es auf ihr so viel unterschiedliches Leben zu entdecken und zu beobachten gibt. Ich möchte jedenfalls, dass meine Enkelkinder eines Tages in einer Welt aufwachsen, in der es noch immer Wale, Delphine, Haie, Tiger, Elefanten, Pandabären und Berggorillas gibt. Und deren Enkel sollen all diese Tiere auch noch miterleben dürfen. Mit jeder Spezies, die ausgerottet wird, wird unsere Welt hingegen ein Stück ärmer.